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Durch die überwucherten Ausgrabungen bis zum Strand von Olimpos


Nach einer entspannenden Nacht in unserem Privatbungalow genießen wir ein Deluxe Frühstück unter der Pergola im Freien.
Wir werden, ergänzend zu den normalen, gesunden türkischen Frühstückszutaten, mit Omelett (Eier von Hühnern im Garten), Möhrenkuchen, Börekröllchen und Tiramisu verwöhnt. Vom Hotel aus ist es nur ein Katzensprung zum Parkplatz der Ausgrabungsstätte von Olimpos.
Die antike Siedlung wurde als kleine Hafenstadt in hellenistischer Zeit gegründet und war Mitglied im lykischen Bund.
Der Name leitet sich vom gleichnamigen Berg in der Nähe ab, an dem es durch Gasaustritt ewige (Chimären)-Feuer zu beobachten gibt (Hephaistoskult, Gott der Schmiede). Zu Beginn des 1. Jh. v. Chr. wird der Ort zum Piratennest, wie auch das benachbarte Phaselis.
Im Jahre 77 n. Chr. erobern die Römer die Stadt und setzen den Piratentreiben ein Ende (Ziel: sicherer Seehandel).
Die römische Kaiserzeit bringt auch wieder Aufschwung, der aber nicht an die Zeiten des lykischen Bundes heranreicht.
Im 3. Jahrhundert n. Chr. wird Olimpos Bischofssitz und im 15. Jh. verlassen die letzten Einwohner endgültig die Stadt.
Lange Zeit war die, durch einen Bachlauf, geteilte Siedlung vollkommen vergessen.
Es gibt in den Rest einer Brücke und eines römischen Theaters zu sehen, Tempelruinen, sowie eine Basilika und Kirchenruinen aus byzantinischer Zeit.
Sie sind stellenweise stark überwuchert, dass macht aber den besonderen Reiz dieses Ortes aus, man wird zum Entdecker.
Unübersehbar ist eine Nekropole, mit vielen Sarkophagen, die nicht alle lykischen Ursprungs sind.
Irgendwann weitet sich das Tal vor uns und über einen Holzsteg gelangt man an einen traumhaften Kiesstrand, an dem die seltenen Meeresschildkröte Caretta Cartetta brütet.
Wir verlassen Olimpos, denn heute wollen wir uns langsam auf den Rückweg machen. Ziel ist das 300 km entfernte Pamukkale. Zunächst fahren wir noch bis Antalya die Küste entlang nach Norden, um dann nach Nordwesten ins Gebirge abzubiegen.
Die Straßen sind eigentlich durchgängig mindestens 3-spurig, meistens aber 4-spurig ausgebaut und führen auf sehr gut angelegten Trassen hoch ins Gebirge. Es lässt sich gut vorankommen und schon bald fahren wir von einem Hochplateau zum nächsten, immer zwischen 1000 bis 1500 Meter.
Auf 1500 Meter wird die Landschaft dann schon sehr karg und eintönig. Irgendwann tut sich eine Hochebene, prall gefüllt mit Stadt bor uns auf. Denizli ist eine quirlige Großstadt, die uns mit vielen gepflegten Blumenbeeten und Bauten begrüßt und selbst nur bei der Durchfahrt einen guten Eindruck hinterlässt. Kurz dahinter zweigen wir nach Pamukkale ab, zu unserem Venus Suite Hotel. Das umgebende Viertel wirkt wieder etwas heruntergekommen, dass Hotel erweist sich aber als wahre Luxusoase. So beschließen wir auch, nach diesem anstrengenden Tag nicht mehr auf Essenssuche zu gehen und gönnen uns, sozusagen als spätes Osteressen, das Menü im Restaurant. 

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