Das Stevnsfort ist ein beeindruckendes Relikt aus den dunkelsten Kapiteln des Kalten Krieges. Erbaut zwischen 1950 und 1953, diente die unterirdische Festungsanlage als strategisches Bollwerk der NATO an der nordeuropäischen Frontline. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, den Öresund und die dänischen Meerengen zu überwachen und im Ernstfall gegen Truppen des Warschauer Paktes zu blockieren.
Die gesamte Anlage wurde tief in das weiße Kalkgestein des Stevns Klint getrieben, das von Natur aus Schutz vor schweren Bombardements bot. Ein Netz aus rund 1,8 Kilometer langen Tunneln zieht sich in bis zu 18 Metern Tiefe durch den Felsen. Hier unten lagen nicht nur die Kommandostände, Lazarette und Mannschaftsquartiere, sondern auch Munitionslager für die oben postierten Zwillingsgeschütze. Das Fort war so konzipiert, dass hunderte Soldaten Wochen lang völlig autark und geschützt vor atomaren, biologischen und chemischen Waffen überleben konnten. In den 1980er Jahren hat man sich dann im Zuge der Abrüstung dafür entschieden, nicht weiter zu bauen und hat sich die Mannschaftsunterkünfte gespart. Die Mannschaften, die gerade keinen Dienst hatten, waren in Kasernen an der Oberfläche untergebracht. Bis zu seiner Außerdienststellung im Jahr 2000 war die Anlage rund um die Uhr in höchster Bereitschaft.
Die gesamte Anlage wurde tief in das weiße Kalkgestein des Stevns Klint getrieben, das von Natur aus Schutz vor schweren Bombardements bot. Ein Netz aus rund 1,8 Kilometer langen Tunneln zieht sich in bis zu 18 Metern Tiefe durch den Felsen. Hier unten lagen nicht nur die Kommandostände, Lazarette und Mannschaftsquartiere, sondern auch Munitionslager für die oben postierten Zwillingsgeschütze. Das Fort war so konzipiert, dass hunderte Soldaten Wochen lang völlig autark und geschützt vor atomaren, biologischen und chemischen Waffen überleben konnten. In den 1980er Jahren hat man sich dann im Zuge der Abrüstung dafür entschieden, nicht weiter zu bauen und hat sich die Mannschaftsunterkünfte gespart. Die Mannschaften, die gerade keinen Dienst hatten, waren in Kasernen an der Oberfläche untergebracht. Bis zu seiner Außerdienststellung im Jahr 2000 war die Anlage rund um die Uhr in höchster Bereitschaft.
Pünktlich um zwölf Uhr beginnt unsere Führung mit einer fundierten Einleitung zur Geopolitik jener Jahrzehnte, bevor wir gemeinsam die Stufen hinab in den durchlöcherten Kalkfelsen steigen. Die kühle, feuchte Luft und die endlosen, gut beleuchteten Gänge vermitteln sofort eine beklemmende Atmosphäre. Besonders beeindruckend finde ich die neuere Kommandozentrale mit ihren 80er Jahre Computern und Radarschirmen, die sehr an James Bond Filme erinnert. Auch den Notausgang zur Ostsee direkt auf den Steinstrand unterhalb des Kliffs zeigt uns der Führer.
Als wir nach etwas über anderthalb Stunden wieder an die Oberfläche treten, erkunden wir das weitläufige Außengelände. Wir betrachten die Radarstellungen, Flugabwehrraketen und das schwere militärische Gerät aus nächster Nähe. Zwei alte 155mm Geschütze an der Oberfläche bewachten einst den Oresund. Sie konnten bis nach Schweden hinüber schießen und sind von Rheinmetall Düsseldorf. Sie stammen aus dem Zweiten Weltkrieg und wurden von der verschrotteten Gneisenau abgebaut und hier wieder verwendet.
Besonders eindringlich ist die Ausstellung in einem alten Container, wo historische Angriffspläne des Warschauer Pakts aus verschiedenen Jahrzehnten gezeigt werden. Es ist schaurig zu sehen, wie detailliert die Sowjetunion den Einsatz von Nuklearwaffen exakt für diese Region eingeplant hatte. Die Ostsee sollte um jeden Preis freigekämpft werden, um den Atom-U-Booten der Nordmeerflotte aus Murmansk den Weg in den Atlantik zu bahnen.
Nach diesen tiefgreifenden historischen Eindrücken setzen wir unsere Fahrt fort und steuern Næstved an. Dort wartet ein lokaler Discgolf-Kurs darauf, von uns bespielt zu werden. Wir drehen eine entspannte Runde über die neun Bahnen, doch das sportliche Vergnügen bekommt einen kurzen Dämpfer, als ich nachher bemerke, dass ich irgendwie in einen Haufen Hundekacke getreten bin. Ein echter Mist, der eine ungeplante Reinigungspause nach sich zieht. Schließlich lassen wir den Tag auf dem kostenlosen Wohnmobilstellplatz in Næstved ruhig ausklingen und genießen den Abend.