März 31, 2024
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Nach einer erholsamen, aber wegen Zeitumstellung, recht kurzen Nacht, nehmen wir unser Frühstück im gut gefüllten Frühstücksraum des Hotels Meteoritis ein. Die Meteora Klöster sind Unesco Weltkulturerbe auch zu dieser Jahreszeit schon ein Besuchermagnet. 
24 Klöster wurden auf spektakuläre Weise auf den Gipfeln steiler Sandsteinfelsen errichtet, die bis zu 300 Meter aufragen. Die ersten Mönche siedelten sich im 9. Jahrhundert in den Felsformationen an, um ein Leben in Abgeschiedenheit und Gebet zu führen. Die schwer zugänglichen Gipfel boten Schutz vor Eindringlingen und ermöglichten ein kontemplatives Leben.
Ab dem 14. Jahrhundert erlebten die Meteora-Klöster eine Blütezeit. In dieser Zeit wurden die meisten Klöster erbaut und mit aufwändigen Fresken und Ikonen geschmückt. Die Baumeister vollbrachten beeindruckende Leistungen, indem sie die notwendigen Materialien mit Seilen und Flaschenzügen auf die Gipfel transportierten.
Sechs der 24 Klöster sind noch heute bewohnt und für Besucher zugänglich, wir besuchen insgesamt 5 davon. Gestern haben wir uns Agios Stephanus angeschaut und heute steht als erstes das Kloster Rousanou auf dem Programm, das nur wenige Kehren vom Hotel entfernt liegt. Wir steigen schwitzend die steilen Stufen hinauf und werden oben in der engen Klosteranlage mit den ersten Ausblicken des Tages belohnt. Innerhalb der meisten Räumlichkeiten darf übrigens in keinem der Klöster fotografiert werden. Als nächstes peilen wir das Kloster Agia Triada an. Unsere Reihenfolge haben wir anhand der Parkmöglichkeiten festgelegt: In der Früh die Klöster mit wenig Parkplatz, später, wenn es voll wird, die mit viel Parkraum. Hier muss man zunächst über einen Weg bergab, um später über Treppen den Felsen zu erklimmen. Agia Triada ist schön restauriert, etwas größer als Rousanou und wurde als 1981 als Drehort für 007 benutzt. Nun fahren wir auf einen größeren unbefestigten Platz nahe dem Kloster Varlaam. Hier warten wieder viele schweißtreibende, in den Fels geschlagene Stufen auf uns. Varlaam thront bsonders verwegen auf einer kleinen Felsnadel. Wir gönnen uns nach dem Abstieg einen Cafe Freddo, lassen den Panda auf dem Parkplatz und gehen an der Straße entlang zum letzten der Klöster, die wir uns vorgenommen haben. Das Kloster Groß Meteoron ist wieder über viele Treppen im Felsen zu ersteigen, wobei man hier aber vorher wenigstens nicht auch noch bergab muss. Es ist tatsächlich das größte und unserer Meinung auch sehenswerteste Kloster von Meteora. Wenn man nur Zeit für ein Kloster hätte, würde ich dieses anschauen. Es sind mit Abstand das Größte und hat mehr Räume zu besichtigen. Als Groß Meteoron für heute um 14.00 Uhr die Pforten schließt, sehen wir noch einen Mönch mit der Mini Drahtseilbahn übersetzen. Wir machen uns jetzt 230 km auf die Piste gen Süden, denn wir haben gestern den Entschluss gefasst, unseren Roadtrip bis Delphi auszubauen. Grund dafür ist einerseits Zeit, die wir übrig haben und die überraschend guten Autobahnen. So geht es mit vollem Tank und Geschichtspodcasts über Delphi und die Diadochenkriege auf den Ohren, nach Süden. Mit den Thermopylen im Rücken erreichen wir im letzten Tageslicht und viele Serpentinen später (die Strecke ist nur etwa zur Hälfte Autobahn) das VHotel Delphi, wo wir uns für 2 Nächte einquartiert haben. Unser Zimmer ist geräumig, mit Balkon und Blick über den größten zusammenhängenden Olivenhain Griechenlands.