Oktober 24, 2026
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Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel starten wir unseren heutigen Streifzug durch Wien direkt am zentralen Karlsplatz. Als erstes empfängt uns hier der Wien Museum Otto Wagner Pavillon Karlsplatz, dessen beide Jugendstilstationen der ehemaligen Stadtbahn ein wunderbares Zeugnis von Otto Wagners revolutionärem Ansatz ablegen, Funktionalität und Ästhetik im öffentlichen Nahverkehr der Jahrhundertwende zu verschmelzen. Nicht weit entfernt zieht uns der berühmte Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz an, dessen historische Fontäne mit ihrer Gischt eine belebte Kulisse bildet. Zurück am Karlsplatz werfen wir einen Blick von außen auf die Karlskirche vor der gerade schon für den Weihnachtsmarkt aufgebaut wird.
Kulturgenuss und Sonnenpausen
Unser Weg führt uns weiter zum neueröffneten Wien Museum direkt am Karlsplatz, wo uns eine ganz besondere Überraschung erwartet: 
Im neu gestalteten Wien Museum am Karlsplatz erwartet uns in der ständigen Sammlung ein besonderes Highlight der Wiener Moderne, das wir sogar komplett kostenfrei bewundern können. Gleich drei bedeutende Hauptwerke von Gustav Klimt ziehen hier die Blicke auf sich. Mit der Pallas Athene aus dem Jahr 1898 schuf Klimt in schimmernder Rüstung und mit goldenem Helm ein kraftvolles Manifest für die Wiener Secession. Direkt daneben begeistert das berühmte Porträt seiner Lebensgefährtin und Muse Emilie Flöge von 1902, deren langes Kleid in leuchtend blauen Ornamenten erstrahlt und bereits auf seine berühmte goldene Phase verweist. Den faszinierenden Gegenpol bildet Klimts detailliertes Frühwerk des Zuschauerraums im alten Burgtheater aus den Jahren 1888 und 1889, in dem er mehr als einhundert Persönlichkeiten der damaligen Wiener Gesellschaft mit erstaunlicher Präzision verewigt hat. Nach so viel Kunst tut etwas Bewegung an der frischen Luft gut, und wir fahren mit der Tram hinüber in den Burggarten. Wir schauen uns in der belebten Parkanlage mit Mozart Standbild um und machen es uns direkt vor dem historischen Schmetterlingshaus auf den breiten Fensterbänken in der Sonne gemütlich, genau wie die Studenten. Durch das Glas hindurch erkennt man bereits die bunten Schmetterlinge im Inneren. In der warmen Oktobersonne genießen wir hier eine entspannte Mittagspause und beobachten das bunte Treiben um uns herum.
Prachtbauten und kaiserliche Spuren
Gestärkt wenden wir uns der Wiener Ringstraße zu und nehmen gerne wieder die Tram weiter die Straße hinauf. Die Feuerwehrfahrzeuge etc sind alle wegen der Präsentationen am kommenden Nationalfeiertag dort. Das imposante Parlament Österreich beeindruckt mit seiner neoklassizistischen Architektur und der markanten Pallas-Athene-Brunnenanlage, während direkt daneben das Wiener Rathaus mit seiner neugotischen Fassade und dem hochaufragenden Turm eine atemberaubende Silhouette zeichnet. Ein kurzer Blick in den nahegelegenen Volksgarten mit seinen Rosenbeeten führt uns zum klassizistischen Theseustempel und zum berühmten Sisi-Denkmal, das an die tragische Kaiserin erinnert. Kurz darauf passieren wir das traditionsreiche Burgtheater und die altehrwürdige Universität Wien, ehe wir unsere Fahrt mit der Straßenbahn weiter Richtung Norden fortsetzen.
Versteckte Paläste und ein industrielles Juwel
Weiter nördlich bestaunen wir das prachtvolle Gartenpalais Liechtenstein mit seiner reichen Barockgeschichte sowie das gegenüber liegende elegante Alserbachpalais. 
Zum Abschluss bringt uns die Straßenbahn zu einem ganz außergewöhnlichen architektonischen Kleinod nach Döbling, der Zacherlfabrik. Der Unternehmer Johann Zacherl ließ die Insektenpulver-Fabrik zwischen 1888 und 1892 im orientalisch-maurischen Stil mit bunten Fliesen und Kuppel erbauen. Die Architektur war eine geschickte Marketingstrategie und spielte direkt auf die Heimat seines Rohstoffs an, den getrockneten Blütenköpfen einer Kaukasus-Insektenblume aus Tiflis. Von dieser fast wie ein persischer Palast wirkenden Fabrik bringt uns schließlich der Bus ganz direkt und bequem zurück in Richtung Hotel, während wir die vielen bunten Eindrücke des Tages nachwirken lassen.