Juli 23, 2024
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Nach einer ruhigen Nacht mit nur dem Meeresrauschen und Möwen frühstücken wir zeitig, sodass wir noch unter die warme Dusche am Strandbad kommen bevor es voll wird. Gegen 9.30 Uhr parken wir um auf einen Parkplatz an der Prinzessin Bastion Fredericias. Wir kraxeln etwas auf den Wällen mit ihren Kanonen und am Denkmal des hier hochverehrten tapferen Landsoldaten vorbei. Danach geht es am jüdischen Friedhof entlang einmal durch die zentrale Einkaufsgasse und zum Abschluss an das kleine, nur aus ein paar Gebäuden bestehende Freilichtmuseum Fredericias. Unser nächstes Ziel ist Jelling mit seinen Runensteinen, den Grabhügeln und der alten Kirche dazwischen. Zurecht gehört dieses Ensemble mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe. Wir parken und es ist recht rummelig und voll. Das Museum lassen wir links liegen, es war bis vor kurzem frei und kostet jetzt ordentlich. Die Rezensionen sagen, es wäre viel Multimedia und VR und dabei leider meist noch nur auf dänisch. Wir investieren lieber Geld in Kaffee, den wir zwischen den starken Gewitterschauern im Cafe schlürfen. Die berühmten Steine wurden von Harald Blauzahn im 9. Jh. aufgestellt. Einer zu Ehren seiner Mutter Thyra, der andere für seinen Vater König Gorm den Alten. Man nimmt an, dass die Grabhügel, die übrigens die größten Dänemarks und in eine Schiffssetzung eingefasst waren, ihre sind. Die Kirche ist auf einer alten Kultstätte erbaut. Die Steine sind kulturell so bedeutsam, weil in der Inschrift zum ersten Mal Dänemark vorkommt und der Stein christliche Motive trägt, was genau den Übergang zum Christentum dokumentiert. Im Regen verabschieden wir uns von diesem bedeutsamen Ort und fahren über Land nach Horsens. Hier stellen wir uns an den Bygholm Schlosspark, auf dessen top gepflegter Discgolfanlage ich, nachdem sich das Wetter beruhigt hat, eine Abendrunde drehe.