Juli 28, 2026
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Nach einer sehr ruhigen,entspannten Nacht am Naturzentrum Middelfart auf der Hindsgavl-Halbinsel werden wir von einem Ausflugsbus geweckt. Hier geht für viele Besucher ein Nervenkitzel Abenteuer los: ein Bridgewalk oben auf der Stahlkonstruktion der alten Beltbrücke. Wir gehen lieber einmal in das Naturparkzentrum. Drinnen gibt es interaktive Ausstellungen zur lokalen Flora und Fauna des Naturparks Lillebælt, aber auch zum faszinierenden Fund des „Hindsgavl-Dolches“ – einer extrem feingliedrigen Feuersteinklinge aus der Steinzeit, die hier ganz in der Nähe geborgen wurde. (Ist auf der 100 DKK Banknote)
Von dort aus fahren wir auf einen Parkplatz etwas näher am Stadtrand und begeben uns auf Besuchstour. Zunächst gehen wir den Adlerhusvej und treffen auf ein altes, rotes Stadttor aus dem Jahr 1852. Anschließend folgen wir verschiedenen Gassen mit farbenfrohen kleinen Häuschen und hübschen, bunten Fachwerkfassaden. Middelfart verdankt seine Entstehung und früheren Wohlstand vor allem einer Sache: der Jagd auf Schweinswale. Über Jahrhunderte organisierten sich die lokalen Fischer in einer eigenen Gilde, um die kleinen Wale in den engen Sund des Kleinen Belts zu treiben. Der gewonnene Tran war als Lampenöl in ganz Europa begehrt.
Dieses maritime Erbe prägt auch die mächtige Sct. Nicolai Kirke am alten Hafen. Die Gotik-Basilika geht auf das 13. Jahrhundert zurück und ist natürlich dem Schutzpatron der Seefahrer gewidmet. Für Geschichtsfans gibt es drinnen ein ganz besonderes Detail: Im Turm hängt noch heute ein echter Kaskelot-Walknochen.
Unten am Hafen wiegen sich ein paar wirklich schöne alte Holzschiffe am Kai. Zum Mittagessen gibt es in der Fußgängerzone einen Kartoffelsalat mit Frikadellen – genau die richtige Stärkung für den Nachmittag.
Danach teilen wir uns auf: Monika geht rüber ins CLAY Museum, um sich mit  Keramikkunst zu befassen, während ich mir eine Auswahl Discs in eine kleine Tasche gepackt habe. Ich gehe eine gute Strecke bis ich die Discgolfbahn erreiche. Ein einfacher Schulparcours auf dem Sportplatz an einem Gymnasium.
Später spaziere ich zu Fuß am Freizeithafen entlang und durch das alte Teglgårdsviertel zurück zum Wohnmobil. Nachher spüre ich meine Füße, es sind bis jetzt schon nahezu 15000 Schritte. Nach einiger Zeit ist auch Moni mit ihrem Besuch fertig und zusammen fahren wir dann mit dem Womo einmal rüber zum Søbadet. Die eiskalte Außendusche direkt am Kleinen Belt rundet den Tag dann absolut perfekt ab – genau der richtige Wachmacher nach ein paar Kilometern in den Beinen. Bevor es aber zum gemütlichen Teil übergeht, wollten wir unser Glück noch einmal versuchen und fahren nach Gals Klint. Die Aussicht auf den Sund von der Klippe aus ist zwar klasse, aber in Sachen Schweinswale bleibt es leider mau. Statt den charakteristischen Rückenflossen der kleinen Wale gab es weit und breit wieder nur das Walwatching-Ausflugsschiff auf dem Wasser zu beobachten.
Da der Platz gut war stellen uns für die Nacht wieder ans Naturparkzentrum und machen Schluss für heute.
Middelfart war ein richtig guter Stopp.

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