Nacht am See, kleines Freilichtmuseum Apladalen, Discgolf und Oldtimertreff an historischem Eisenwerk Åminne Bruk
Nach einer ruhigen und angenehm kühlen Nacht am See geht es nach dem Frühstück und einem Morgenbad hinein ins Zentrum Värnamos. Hier erwartet uns das kleine Freilichtmuseum Apladalen. Mit typisch schwedischen Geschichtsbewusstsein wurden hier in einem Gebiet seit etwa 1900 für erhaltenswert erachtete Gebäude und Werkstätten hin versetzt und für die Nachwelt erhalten. Das ganze ist in ein Art Landschaftspark mit künstlichem Bächlein angelegt und für jedermann zugänglich. Gegen 11.30 Uhr werden fast alle Häuser aufgeschlossen, in denen mit viel Ausstattung sitzt dann auch eine Aufsicht. In einem Haus werden kleine Kunsthandwerkserzeugnisse, die wirklich nach Heimarbeit aussehen verkauft. Die Leute die dort Aufsicht führen oder das Geld für die Produkte annehmen, scheinen alles Ehrenamtler zu sein. Wir schauen uns alles an, auch eine kleine Wassermühle eines Drahtziehers ist zu sehen. Ein altes Pfarrershaus ist bis unter den Speicher voll mit tollen Ausstattungsgegenständen wie z.B. alte Wandbehänge und einem Graphophon (Vorläufer des Grammophons, mit Wachstrommeln). Nach Mittag fahren wir an die großzügig angelegte Sportanlage Borgen, an der wir den 9 Bahn Discgolf Parcours, den wir bereits auf unserer Hinfahrt spielten noch einmal wiederholen. Gegen 15 Uhr brechen wir auf nach Åminne Bruk, einem alten Hochofen in der Nähe. In diesem Eisenwerk, das um 1900 Stand der Technik war, wurde sogenanntes Seeerz verhüttet. Dieses Erz wurde mit einer Art Schwimmbagger, wie man vom Goldschürfen her kennt, vom Grund des Sees geholt. Heute ist die Hütte, die noch bis 1992 als Gießerei genutzt wurde, als Industriemuseum und lokaler kultureller Veranstaltungsort genutzt. Wir sehen uns in den alten Hallen um, als gegen 16.00 Uhr die ersten Oldtimer eintreffen. Wir essen eine Waffel mit Kaffee bei den Ehrenamtlichen des Museumsvereins und können beobachten wie sich der Hof und die Wiesen langsam mit mehr und mehr Oldtimern füllen. Es sind nicht alles Oldtimer, da ea sich um ein Motortreffen handelt, sind alle sogenannten Enthusiastenfahrzeuge zugelassen. Theoretisch hätten wir unser Oldtimer Womo auch dazwischen stellen können. Wir sind überrascht, dass an einem Wochentag und nur ab 17.00 Uhr so viele Fahrzeuge zusammenkommen. Ich schätze es waren etwa 150 Autos, dazu noch eine Menge Motorräder, die wir uns aber gar nicht angesehen haben. Wir schreiten von Chromstoßstange zu Heckflosse durch die Reihen und sind wie immer begeistert von den Oldies. Dazu spielt eine Rockabilly Band, einfach ein Traum. Diese Veranstaltung kam gerade recht, zur richtigen Zeit zufällig am richtigen Ort. Am Abend machen wir noch etwas Strecke auf der Autobahn in Richtung Fähre nach Dänemark, die wir morgen nehmen wollen. Unser Standplatz ist an der alten Kirchenruine von Rya mit 2 anderen Womos.