Ein Automuseum neben dem Autowerk und Discgolf auf einem der schönsten Plätze Finnlands
Nach einer sehr ruhigen, aber etwas stürmischen Nacht am Hafen von Uusikaupunki nutzen wir die öffentliche Toilette und den Wasserhahn nebenan für einen Service. Anschauen wollten wir uns ja das Museum mit den kreativen lustigen Quatsch Technik Maschinen, doch leider merken wir an der Türe, dass ab genau heute (bis 5.8. täglich offen) am 6.8. die Nebensaison beginnt. Nun ist es nur noch am Wochenende geöffnet. Somit bleiben mir nur ein paar Bilder von Außenexponaten. Wir fahren daher gleich zum zweiten Museum, dass wir hier besichtigen wollen. Neben dem Valmet Autoproduktionswerk (Auftragsfertigung für unterschiedliche Hersteller) befindet sich ein kleines, älteres Automuseum, dass natürlich in Zusammenhang mit den bei Valmet produzieren Modellen für den finnischen, teilweise aber auch den internationalen Markt, steht. Eine Halle zeigt eine sehr bunte Mischung von Oldtimern, teilweise von Herstellern, die ich noch nie gehört habe. Auch das erste in Finnland gebaute Auto, ein kurioses Einzelstück, zusammengebaut in einer Landmaschinenfabrik, ist zu sehen. Die zwei weiteren Hallen sind vor allem der kompletten Saab Geschichte gewidmet. Dazu gesellen sich dann noch Prototypen und Rallyefahrzeuge. Auch der letzte Think electric (mein gelber) wurde am Ende bei Valmet gebaut. (In der Ausstellung steht ein schwarzer). Am Nachmittag fahren wir weiter nach Süden die Küste herunter. Ich habe einen tollen Discgolfplatz herausgesucht. Es ist ein 18 Bahn Parcours der schwersten Kategorie, was uns bisher immer abgehalten hat solche anzusteuern. Aber wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass die kleineren 9 Bahn Kurse oft vernachlässigt und schlecht oder gar nicht unterhalten werden. Dieser jedenfalls bei Lokalahti ist fantastisch, größtenteils auf gletschergeschliffenen Granitfelsen angelegt und für uns extrem reizvoll, auch wenn die Discs auf dem rauhen Fels richtig Federn lassen. Einige Bahnen sind auch im Wald und insgesamt anspruchsvoll. Unterwegs müssen wir auch schon mal unsere Scheiben suchen. Dabei finde ich gleich 3 verlorene Frisbees finnischer Spieler, die wir am nächsten Korb ehrlich hinterlegen. Nur mit Müll nehmen sie es nicht so genau, trotz wirklich ausreichender Anzahl an Mülleimern liegt auffallend viel Abfall herum. Am Spätnachmittag treffen wir an unserem Etappenziel Naantali ein, wo wir auf einem ebenen Asphaltparkplatz oberhalb der Altstadt stehen. Ich mache noch einen kleinen Erkundungsgang bis zum Meer, bevor wir uns hier morgen früh die Altstadt anschauen. Naantali ist der Pilgerort für Fans der Mumin Kinderbuchfiguren. Von Naantali geht am Montagmorgen auch unsere Fähre zurück nach Schweden.