Pargas: Alte Häuser im Schärenörtchen, Discgolf und leckere Dichtertörtchen
Wir haben als Übernachtungsplatz einfach noch einmal den Besucherparkplatz für das Discgolfturnier in Turku genutzt. Die Nacht war ruhig und am morgen fahren wir zum frühstücken zu einem nahe gelegenen Prisma Einkaufscenter. Ich hole Kaffee im Laden und anschließend erledigen wir ein paar Einkäufe. Bemerkenswert ist wieder das Discgolfscheiben Regal in der Sportabteilung und ein einfacher Übungskorb ab 39€! Auch die mit Mumins vermarkteten Produkte sind zahlreich und teilweise absurd. Wir fahren nun etwa 20 km gen Süden auf den Beginn der Schärengartenrunde nach Pargas. Der Ort liegt malerisch an einem Kanal zur Ostsee und soll ein historisches Viertel: gamla Malmen haben. Zuerst spielen wir aber eine kleine Runde Discgolf auf der 6 Bahn Anlage im Park am Kanal. Die Gänse haben hier stellenweise alles so zugeschissen, dass es keine Freude ist. Auch der Kurs hat leider etwas unter Vandalismus gelitten. Mich juckt es schon in den Fingern, hie und da etwa zu richten, aber ich hab Urlaub. Im Anschluss streifen wir durch die kleinen Gassen von Gamle Malmen und finden viele Fotomotive. Unsere Tour endet am Cafe einer örtlichen Kulturinitiative zur Erhaltung des Stadtteils und Erinnerung an den Nationaldichter Johan Runeberg. Er ist Autor der finnischen Nationalhymne, der zeitweise hier gelebt und seine große Liebe kennen gelernt hat. Sie war auch Literatin und Vorreiterin beim Thema historischer Roman, verfasste aber auch ein Kochbuch. Im Cafe bestellen wir ein Runeberg Törtchen, das typisch finnisch ist und eigentlich traditionell im Februar zum Geburtstag des Dichters gebacken wird. Das ist schon etwas vergleichbares wie bei uns ein Goethe oder Schiller. Auf dem Weg zum Womo sehen wir uns noch die mittelalterliche Steinkirche mit freistehendem Glockenturm, einem schönen Predigtstuhl und Resten von Fresken an. Den Rest des Nachmittags verbringen wir auf einem sehr gepflegten und großartig angelegten 18 Bahn Discgolfkurs im Wald bei Pargas. Er ist Schwierigkeitsgrad A1, was sehr anspruchsvoll bedeutet und so geht hier so manches nicht wie gedacht. Aber auch wenn sie schwierig sind, die Kurse hier sind einfach ein Traum. Gegen Abend suchen wir uns einen Platz an einem einsamen Strand auf einer kleinen Insel in den Schären, die mit einer Brücke verbunden ist. Es gibt einen Parkplatz, den Strand, eine Umkleide, ein Trockenklo und ganz viel Ruhe.