Auch die S19 nach Merzenich bekommen wir sofort bündig im Anschluss. Am Kölner Hauptbahnhof verabschieden wir uns vom ersten Teil unserer Truppe. Für alle anderen geht es bis Merzenich. Als wir dort aus der Bahn steigen, sehe ich wie ein Mann gerade mit meinem silbernen Tretroller, der eigentlich am Fahrradständer abgeschlossen sein müsste, einsteigen will. Geistesgegenwärtig rufe ich:"Junger Mann, sind sie wirklich sicher, dass das dort ihr Roller ist?" An einer Eigenbau Lampenhalterung aus einem Filmdöschen und Kabelbinder erkenne ich, das es 100% mein Roller ist. Mit etwas dummen Gestammele wird mir mein Eigentum sofort bereitwillig wieder überlassen. Na herzlichen Dank lieber Zufall.
Vor dem Frühstück in Kazimierz, Heimreise
Heute morgen stehe ich eine Stunde vor dem Frühstück auf und begebe mich auf einen kleinen morgendlichen Rundgang durch das jüdische Viertel. Die Straßen sind noch herrlich leer. Von außen erhasche ich ein paar Einblicke in die jüdischen Friedhöfe und treffe auf interessante Graffitis und Street Art. Am Plac Nowy stehen heute morgen nicht Zapiekanki, sondern die Flohmarktstände im Vordergrund. Alle sind gerade mit dem Aufbau beschäftigt. Das Angebot ist dominiert von Vintage Klamotten. Zurück im Hotel frühstücken wir ein letztes Mal gemeinsam, checken schon bald danach aus und lassen uns zum Flughafen bringen. Heute herrscht dort deutlich erhöhter Betrieb, dennoch werden die Massen gut organisiert durch die Kontrolle geschleust. Im Duty Free Shop decke ich mich noch mit Wodka Likör Salz-Karamell für daheim ein. Der Rückflug Krakau-München, München-Köln verläuft gut und so landen wir nach 17 Uhr im Sonnenuntergang.